Neue Weihnachtsgedichte von Horst Winkler:
Die Botschaft
In der dunklen Jahreszeit
Mit den kalten Winden
Suchen wir Geborgenheit
Wollen Wärme finden
Hast ein Bett du und ein Dach
Schätze diese Gaben
Mancher sehnt sich nur danach
Einen Platz zu haben
Wer es hören will, der hört
Auch das leise Klagen
Wer sein Herz nicht zugesperrt
Hilft, die Last zu tragen
Wer es sehen will, der sieht
Und schaut nicht zur Seite
Wer ein wenig sich bemüht
Schenkt oft so viel Freude
Spende Wärme, wo du kannst
Hilfst du einem Schwachen
Wird die Hoffnung, die du pflanzt
Dein Glück größer machen
Diese Botschaft macht uns froh
Seit sie uns verkündet
Und wir spüren ebenso
Wie sie uns verbindet
Lasst den hellen Kerzenschein
Und die frohe Kunde
Tief in eure Herzen ein
Heut und jede Stunde
Weihnacht naht, das Friedensfest
Denkt daran zuweilen
Was uns Menschen Mensch sein lässt
Ist, das Glück zu teilen
Das Fest der Hoffnung und des Lichtes
Es rückt nun näher Tag für Tag
Geborgenheit und Glück verspricht es
Vertrauen, was auch kommen mag
Legt ab die Hast, besinnt euch wieder
Was dieses Fest im Ursprung war
Es strahlte einst ein Stern hernieder
Er leuchtet seitdem immerdar
Er will uns wärmen, Hoffnung geben
Und säen frohe Zuversicht
In jedes Erdenmenschen Leben
Vergessen wir die Botschaft nicht
Vor lauter Jagd nach den Geschenken
In Unrast und Geschäftigkeit
Vor lauter kurzem Alltagsdenken
Vor lauter Lärm und Heftigkeit
Vor lauter Glanz und lauter Flimmer
Und herrlichem Geschenkpapier
Vor heimeligen Kerzenschimmer
Vor lauter Fernsehspaß beim Bier
Gedenket jener hier auf Erden
Die auf der Schattenseite sind
Der Alten, Schwachen, Ausgezehrten
Der Mutter mit dem kranken Kind
Auch jener, die mit Hass geschlagen
In Rache die Erfüllung sehn
Und die in Wahnsinnstaten wagen
Sich an der Menschheit zu vergehn
Lasst dieses Fest vor allen Dingen
Ein Fest euch der Besinnung sein
Und Frieden in die Herzen bringen
Und mit ihm Kraft, um zu verzeihen
Gedichte aus der Verseschmiede
©Der Weg 2010
E-Mail: weg@derweg.org
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